Warum sich Vertrauen in Mitarbeitende lohnt
Alle erfahrenen Führungskräfte haben wohl schmerzliche Erfahrungen über die Jahre damit gemacht. Man schenkt einem Mitarbeitenden Vertrauen und wird am Ende des Tages enttäuscht. Viele Führungskräfte setzen deshalb (zu recht?) mehr auf Kontrolle und “Management by Exception” als auf klares Erwartungsmanagement.
Studien und meine persönliche Führungserfahrung der letzen 20 Jahre zeigen: Klares “Management by Expectation” lohn sich. Für mich selbst bedeutet das zugegebenermassen immer wieder eine Herausforderung, denn Erwartungsmanagement heisst, vom Mitarbeitenden das Beste zu erwarten und es ihm auch noch bewusst und gezielt mitzuteilen. Konkret bedeutet dies, dass ich von meinem Mitarbeiter überdurchschnittliche Leistung und entsprechendes Engagement erwarte und ihn bei der Umsetzung dieser Ziele positiv unterstütze (Reinforcement).
Wie bereits erwähnt zeigen Studien, dass Mitarbeitende dann in der Lage sind, ihr volles Potenzial zu entfalten, wenn sie genau diese Unterstützung von ihrem Chef spüren und erfahren. Erwartet der Chef hingegen nur eine durchschnittliche Leistung, zeigen Mitarbeitende oft nur eine unterdurchschnittliche Peformance. Der Gap zwischen Erwartung und Leistung bleibt. Sie können aber wählen zwischen überdurchschnittlicher Erwartung und guter Leistung oder Standard-Erwartung und unterdurchschnittlicher Leistung. Der erste Schritt muss also vom Vorgesetzten gemacht werden und nicht vom Mitarbeiter.
Was sind Ihre Erfahrungen zu diesem Themenkreis? Freue mich wie immer auf Ihre anregenden Punkte.
Herzliche Grüsse
Ihr Bruno Schulze

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