Die Strategieumsetzer

Alerion Blog

Preisverkaufen

Das neue Video von Jürg P. Schwerzmann ist online. In diesem Video widmet sich Herr Schwerzmann dem Thema “Preisverkaufen”.

Entweder direkt auf unserer Homepage unter Videos

Oder auf youtube

Viel Spass.

Autor: Ivanka Strbac
24.01.2012 | Alle Blogs | Ivanka Strbac | Neuer Kommentar

Fusionen von Regionalbanken

Von Konsolidierung im Bankensektor spricht man schon seit Jahren. Die Folgen der Finanzmarktkrise sowie die aktuelle Währungs- und Schuldenkrise in Europa verstärken die Debatte.

Was bedeutet das für kleinere Retailbanken in der Schweiz?

 «Die meisten Regionalbanken haben zu wenige profitable Kunden» titelte die Neue Zürcher Zeitung im Mai 2010. Daran hat sich in der Zwischenzeit wenig geändert, denn die Erträge aus dem Zinsen- sowie Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sind gegenüber früheren Jahren weiterhin auf tiefem Niveau. Für Regionalbanken, die meist keinen Eigenhandel betreiben, mit dem grössere Institute ihre Ertragssituation ausgleichen, ist das schwierig. Sie haben Mühe, ihre Cost-Income-Ratio im grünen Bereich unter 60% zu halten. Noch dazu sind sie belastet von steigenden Eigenmittelanforderungen der FINMA und der zunehmenden Regulierung.

Trügerisches Wachstum

Im Regionalbanken-Sektor wird es zusehends schwieriger, durch Wachstum die sinkenden Margen zu kompensieren. Die lokalen Märkte haben ihre Grenzen, und der Kampf um Marktanteile wird vor allem durch die Präsenz von Kantonalbanken, Raiffeisen und anderen verschärft. Das „Aufblähen“ der Bilanzsumme durch Hypothekarkredite ist auch problematisch. Wurde zusätzliches Volumenwachstum durch eine schlechtere Kreditqualität erzielt, so schlummern Kreditrisiken in den Erfolgsrechnungen der Banken.

Tulpenwachstum im Frühling. Und die Regionalbanken?

Attraktives Profil

In den letzten Jahren hat die Zahl der Regionalbanken durch Fusionen stetig abgenommen. Aber wann ist eine Fusion erfolgreich? Sicher ist, dass sich beim Zusammenschluss von regional ausgerichteten Retailbanken nur dann ein nachhaltiger Mehrwert einstellt, wenn es nicht nur um Kostensenkung geht, sondern auch um Synergien im Bereich der Markt- und Kundenbearbeitung. Womit Geld verdienen? Für welche Leistungen sind Kunden bereit, Gebühren und Honorare zu zahlen? Wie lässt sich das Marktgebiet – das eigene und das durch Fusion vergrösserte – besser ausschöpfen? Und wenn die Antwort bei vielen Wettbewerbern gleich lautet (z.B. mehr Anlage- und Firmenkunden), dann ist die nächste Frage: Wie kann die neue Bank sich im Wettbewerb differenzieren? Und wie soll der gemeinsame Marktauftritt aussehen?

Logik der Fusion

Bei Alerion Consult begleiten wir immer wieder Fusionen. Nach unserer Erfahrung ist es entscheidend, möglichst frühzeitig die vordergründigen Argumente, z.B. die Erweiterung des Marktgebiets, zu vertiefen und durch eine zukunftsorientierte Definition der Wachstumstreiber der neuen Bank vertiefen. Kostentreiber in den Griff bekommen – das ist das eine. Die Weichen nachhaltig auf Wachstum zu stellen – das ist oft die grössere Herausforderung. Wenn das klappt, dann entsteht Perspektive. Am Markt und auch bei den Mitarbeitenden.

Autor: Linda Pütter
18.01.2012 | Alle Blogs | Linda Pütter | Neuer Kommentar

Leadership Secrets

Als Oren Harari 2002 das Buch “The Leadership Secrets of Colin Powell” veröffentlichte, genoss Colin Powell noch beinahe uneingeschränktes Vertrauen bezüglich Leadership und Menschenführung. Bekanntlicherweise wurde sein positives Image als starker Leader schon bald auf die Probe gestellt. Ich war damals von seiner Geschichte und seinen Prinzipien angetan, vielleicht oder gerade deshalb, weil sie Powel nicht selbst veröffentlich hat und weil seine Prinzipien dem üblichen Mainstream amerikanischer Laedership-Gurus zumindest etwas kantig gegenüberstanden.

Nun, 10 Jahre später steht sein Buch noch immer in meinem Regal. Es ist wohl eines der wenigen Bücher über Führung, welches ich immer mal wieder hervor nehme, um einzelen Stellen nachzulesen. Im Appendix des Buches gibt es dann auch einige teilweise provokative “Leadership Lessons”, welche sicher auch in 2012 ihre Gültigkeit haben:

Lesson one: Being responsible sometimes means pissing people off.- Rückgrat und konstruktive Konfrontation könnte machem Chef und by the way auch vielen Mitarbeitenden das Leben erleichtern

Lesson two: The day soldiers stop bringing you their problems is the day you have stopped leading them. – Entweden haben die Mitarbeitenden dann das Vertrauen in ihre Führungskraft verloren oder Mitarbeitende gehen davon aus, dass sich ihr Chef so oder so nicht um ihr Problem kümmert. Beides sind Leadership-Fehler

Lesson three: Don’t bee buffaloed by experts and elites. Experts often possess more data than judgment. - Starke Führungskräfte sollten natürlich auf Experten hören. Die Beurteilung der Lage und die finale Entscheidung ist aber an keinen Experten, möge er oder sie auch noch so erfahren sein, delgierbar. 

Lesson four: Never neglect details. When everyone’s mind is dulled or distracted the leader must be doubly vigilant. - Strategien zwingen zur Umsetzung. Alle grossartingen Visionen und guten Ideen sind wertlos, wenn diese nicht schnell und effektiv implementiert werden können

Lesson five: Never let your ego get so close to your position that when your position goes, your ego goes with it. – Gute Leader wissen jederzeit, dass sie in ihrer Aufgabe ersetzbar sind und dass eines Tages der Tag kommt, an dem ein Nachfolger ihre Position übernimmt. Was dann?

Haben Sie Anregungen, Bemerkungen, Fragen… ich freue mich wie immer auf Ihre Kommentare!

Ihr Bruno Schulze

Autor: Bruno Schulze
04.01.2012 | Alle Blogs | Bruno Schulze | Neuer Kommentar

Neues Video

Hallo zusammen

Wir haben ein neues Video von Anja Hofmann zum Thema Erfolgreich agieren:

oder auf unserer Homepage unter Videos.

Schöne Grüsse

Autor: Ivanka Strbac
15.12.2011 | Alle Blogs | Ivanka Strbac | Neuer Kommentar

MyJourney mit World Vision in Nicaragua

Hallo

Als erstes vielen Dank für Euer Interesse an meiner MyJourney Reise mit World Vision nach Nicaragua und all Eurer Unterstützung bei diesem Projekt, besonders gilt dieses Dankeschön meinem lieben Chef Bruno, der immer so flexibel ist was meine Ferien und mein Studium betreffen.

Nun einige Sätze zu meiner Woche in Nicaragua. Dieser Aufenthalt war mit Abstand einer der eindrücklichsten, den ich bis jetzt erlebt habe. Angekommen, war ich überwältigt von der schönen Natur, überall exotische Früchte, Blumen.. einfach alles grün. Trotz Armut und Kriminalität ist es ein wunderschönes Land mit sehr herzlichen Menschen.

In der ganzen Woche durften wir erfahren, an welchen Projekten World Vision in Nicaragua arbeitet und wo sie die lokale Bevölkerung unterstützen. Wir hatten jeden Tag einem anderen Thema gewidmet, unter anderem Bildung, Ernährung und Wasserversorgung. Ich habe zwar seit über 10 Jahren ein Patenkind bei World Vision Schweiz und war immer schon überzeugt, dass sie einen guten Job machen. Doch seit dieser Woche ist es mir noch bewusster geworden, wie nachhaltig sie arbeiten und was für einen riesengrossen Beitrag sie leisten.

Hier einige visuelle Eindrücke:

Am ersten Tag haben wir eine Familie besucht, die in sehr armen Verhältnissen lebt und die Kinder unterernährt waren, doch durch die Unterstützung von World Vision durch Patenschaftsprojekte haben  sie nun wieder genug zu essen. World Vision hat den Familien gezeigt, wie sie ihre Äcker richtig pflegen, damit das Gemüse und die Früchte besser gedeihen. http://youtu.be/NNaN7wEXfzI












Wir haben am nächsten Tag dann zwei Familien besucht, die eine hatte leider noch keine Wasserversorgung und musste jeden 2-3 Tag zu Fuss Wasser mit einem Schubkarren holen, die andere hat dank World Vision einen direkten Wasseranschluss. Der Unterschied war sehr gross, sauberes Wasser direkt aus dem Wasserhahn, gesunde Familienmitglieder und hygienische Umstände. Das Wasserkomitee aus der Community wurde von Spezialisten geschult und sorgt dafür, dass das Wasser eine hohe Qualität trägt, dies auch wieder ermöglicht mit dem Patenschafsprojekt von World Vision. http://youtu.be/cby-oq_2iB0


Wir durften auch an einem kleinen Fussball-Turnier in San Juan, in der Nähe von Managua teilnehmen und konnten uns überzeugen, dass sich World Vision auch für die Freizeitaktivitäten vor Ort einsetzt. Durch World Vision eingerichtet, organisiert und durch die lokale Community umgesetzt, bieten sie den Jugendlichen ein Freizeitangebot, damit diese auch ausserhalb der Schule eine Beschäftigung haben. http://myjourney.worldvision.ch/ivanka-kick-it-like-palacios-myjourney/









Damit Kleinkinder zwischen 2-6 Jahren sich gesund ernähren können, haben Mitarbeiter von World Vision vielen Müttern gezeigt, wie sie dies am besten machen, dass die Ernährung ausgewogen ist und vor allem, dass die Zubereitung auch einfach mit den eigenen Zutaten aus ihrem Garten/Anbau geht. Dieses Projekt ist ebenfalls durch das nachhaltige Patenschaftsprojekt unterstützt. http://youtu.be/PvDBa-IEkSo


Kinder und Jugendliche haben Rechte, und World Vision hilft ihnen dabei, diese zu verstehen und im Alltag umzusetzen. Lokale Mitarbeiter geben den Kindern und Jugendlichen so genannte “Life Skills” mit und zeigen ihnen Regeln und Chancen auch ausserhalb der Schule auf. http://youtu.be/6UpLDnEozkE






Am gleichen Tag haben wir noch eine Jugendgruppe besucht, welche durch World Vision die Möglichkeit erhält einen Berufsabschluss zu machen und ihnen somit eine gute Zukunftsperspektive gibt, denn diese jungen Männer hatten unter anderem mit Drogen-, Alkoholsucht zu kämpfen oder hatten immer wieder Probleme mit dem Gesetz. http://youtu.be/KtIzkDu4SNM












Wir haben uns zu einer Frauengemeinschaft begeben, welche selber Konfitüre aus verschiedenen Früchten herstellt, besonders aus dem eigenen Ananas-Anbau. World Vision hat diesen Frauen gezeigt, wie die Herstellung funktioniert. Nach dem Herstellen werden die Konfitüren in der Community verkauft –  die Frauen hoffen, dass sie ihr Gewerbe bald ausbauen und den Verkauf ausweiten können. http://youtu.be/107LLHEnsdo











Am letzten Tag hat dann noch Nicole ihr Patenkind vor Ort besucht. Wir haben uns alle sehr mit ihr gefreut! Für sie war das bestimmt das beste Erlebnis, mit sehr vielen Emotionen. Auch hier ist es sehr wichtig zu erwähnen, dass eine Patenschaft von World Vision nicht nur dem Kind und seiner Familie hilft sondern auch das ganze Dorf nachhaltig unterstützt. http://youtu.be/cSGylQwmBIM

So, ich hoffe ihr konntet einen kleinen Einblick in diese (eigentlich unbeschreiblich) schöne Woche in Nicaragua gewinnen.

Hiermit bedanke ich mich nochmals von ganzem Herzen bei World Vision, dem super Team, welche mir diese unvergessliche Reise ermöglicht hat und uns in die laufenden Projekte integrierte. Auch den Jungs von Kevin Blanc Motion Design in Zürich, die Videos sind echt toll!!

Falls ihr noch mehr über das Projekt „MyJourney“ erfahren möchtet: www.worldvision.ch

Alles Gute, Eure Ivanka

Autor: Ivanka Strbac
06.12.2011 | Alle Blogs | Ivanka Strbac | 2 Kommentare

Unser Star des Tages

Hallo Miteinander

Der heutige Star des Tages ist definitiv unsere Ivanka. Sie ist heute im Rahmen von ‘MyJourney World Vision’ nach Nicaragua gereist.

Weitere Details wie auch ein Interview sind in der heutigen Ausgabe der ’Neuen Zuger Zeitung’ (oder unter diesem Link: Ivanka – Unser Star des Tages) zu sehen. Ein Blick auf den Artikel ist lohnenswert.

Unterdessen wünschen wir Ivanka eine unvergessliche und schöne Zeit in Nicaragua und freuen uns auf ihre Rückkehr und auf viele neue Eindrücke.

Autor: Kim Buetikofer
24.11.2011 | Alle Blogs | Ivanka Strbac | Kim Bütikofer | Neuer Kommentar

Haben Sie den richtigen Coach? 10 goldene Regeln!

Coching wird überall angeboten? Aber wie wählen Sie den richtigen Berater für sich aus? Anbei einige “Grundmuster” auf die Sie bei der Auswahl des Coaches achten können:

  • Ein guter Coach führt zu Beginn eines Coaching-Prozesses eine sehr ausführliche Auftragsklärung durch, in der Sie beide gemeinsam festlegen, was genau Inhalt des Coachings sein soll
  • Ein Coach sollte sich unabhängig und frei fühlen, so dass er den Auftrag auch ablehnen kann
  • Ein Coach ist bereit Ihre Ziele konstruktiv zu hinterfragen
  • Im Coachinggespräch behalten Sie die Kontrolle und reden zu 90%
  • Ihr Coach sollte Referenzen nachweisen können
  • Ein Coach sollte Ihnen helfen, bei der Umsetzung der konkreten Erkenntnisse zu helfen
  • Ein guter Coach sollte mit Ihnen lösungsorientiert arbeiten und zielbewusst arbeiten
  • Ihr Coach sollte faktenbasiert arbeiten können und daraus Hypothesen für Sie bilden
  • Ein guter Coach passt von seiner Persönlichkeit her zu Ihnen
  • Ein guter Coach lässt sich von Zeit zu Zeit selber coachen

Haben Sie Fragen dazu? Dann freue ich mich wie immer auf Ihre Kontaktaufnahme unter b.schulze@alerion.ch

Autor: Bruno Schulze
16.11.2011 | Alle Blogs | Bruno Schulze | Neuer Kommentar

Neues Gesicht bei Alerion

Liebe Kunden und Kundinnen, Liebe Leser und Leserinnen

Ich war erst nicht sicher, wie ich es angehen sollte. Hier ist sie nun: meine Blogvorstellung. Bei Alerion wird nämlich gebloggt. Die Leute bei Alerion machen sich Gedanken, teilen Erfahrungen, Beobachtungen und Know-how mit. Und haben mich ermutigt, es auch zu tun und damit anzufangen, mich vorzustellen.

Seit August bin ich ein Mitglied des Alerion Teams. Meine Hauptaufgabe ist die Assistenzfunktion für Bruno Schulze. Daneben unterstütze ich unsere Berater. Ich versuche, ihnen bei ihren vielfältigen Aufgaben etwas den Rücken frei zu halten und bringe mich so in verschiedene Projekte ein. Ausserdem bemühe ich mich um die Ausbildung unseres Lehrlings. Was zugleich eine Weiterentwicklung für mich bedeutet.

Die Beratungsbranche erlebe ich als äusserst facettenreich. Es gibt immer wieder neue Herausforderungen, was ich sehr interessant finde. Nach den ersten drei Monaten denke ich, dass ich meine bisher gesammelte Erfahrung als Mediamatikerin im Tourismus- und IT-Bereich einsetzen kann und meine Freude am Zusammenwirken in einem Team entfalten und sicher auch viel Neues lernen kann. Neben der Arbeit versuche ich, mich durch Weiterbildung schulisch auf aktuellem Stand zu halten. Ausserdem spiele ich mit grosser Freude, viel Elan und Motivation Volleyball, ich tanze und halte meinen (doch schon älteren) Hund auf Trab. Für mich ist dies die absolute Erholung.

Ich schaue mit Neugier in die Zukunft und hoffe auf eine spannende, lehr- und abwechslungsreiche Zeit bei Alerion und mit meinem Team.

Autor: Kim Buetikofer
09.11.2011 | Alle Blogs | Kim Bütikofer | Neuer Kommentar

Scheitern oder Erfolg wegen gemeinsamer Werte?

Das Umfeld ändert sich. Neue Spielregeln gelten. Manager proklamieren Strategie und 5-Jahres-Plan, um den Erfolg der Organisation abzusichern. Und doch klappt die Veränderung nicht, wenn die Kultur des Unternehmens nicht beachtet wurde.

Es gibt jede Menge Fallbeispiele dafür, dass Unternehmenserfolg an kulturellen Barrieren scheitert. Im Zusammenhang von Zusammenschlüssen oder Zukäufen von Unternehmen hat man Respekt vor dem «cultural clash» oder begeistert sich für den «cultural fit». Bei inhabergeführten Unternehmen wird beäugt, was passiert, wenn der Gründer in den Ruhestand geht oder seine Firma verkauft. In grossen Unternehmen werden Leitbilder verkündet, um durch Markenidentität Kunden zu binden und durch Identifikation die Mitarbeitenden.

Die harte Wirkung «softer» Faktoren

Edgar H. Schein schreibt in seinem Klassiker Organisationskultur: «Kultur ist wichtig, denn die starken, latenten und oft unbewussten kulturellen Kräfte bestimmen, individuell wie kollektiv, Verhalten, Denkmuster und Werte.» Er setzt drei Ebenen in Bezug zueinander, die einzeln und isoliert betrachtet nicht ausreichen, um nachhaltige Veränderung zu erzeugen, im Zusammenwirken aber Veränderung und positive Dynamik erzeugen (Abb.).

Um mal in der Mitte anzufangen: Nicht selten wird Veränderung eingeleitet durch das Verabschieden und Propagieren zentraler, aber eher generischer Orientierungspunkte: Vision, Mission, Leitbild, Zielfoto, Strategie. So durchdacht und einleuchtend sie sein mögen, diese Leitplanken des unternehmerischen Handelns bleiben nicht selten Worthülsen in internen Broschüren oder auf der Website.

Jetzt zur oberen, schnell sichtbaren Ebene: Von höchster Relevanz im Alltag sind Prozesse, Strukturen, Arbeitsweisen. Hier wirkt die normative Kraft des Faktischen. Man könnte meinen, diese beobachtbaren Formen der Leistungserbringung hingen ab von den proklamierten Strategien. Ja und nein. Wie viele Unternehmen schreiben sich auf die Fahne, effizient, innovativ und solide zu sein? Und wie unterschiedlich sind die Ausdrucksformen solcher Werte in Firmen!

Die untere, nicht schnell greifbare Ebene: Das beobachtbare Verhalten ist letztlich von der Ebene der unausgesprochenen, auch unbewussten Annahmen, Denk- und Wahrnehmungsmuster gesteuert. Diese Ebene der Kultur kann in Leitbildern und Strategien zum Ausdruck kommen, ist aber oft nicht deckungsgleich damit und wird in jedem Fall spürbar in Prozessen und Strukturen der Leistungserbringung. Im Idealfall bauen diese drei Ebenen aufeinander auf.

Hängt der Erfolg einer Organisation von der Unternehmenskultur ab?

Klar ist, dass neue Prozesse und neue Strategien die Kultur beeinflussen. Klar ist auch, dass gewachsene Kultur – das Erfahrungswissen der Organisation darüber, was erfolgreich macht – etwas sehr Stabiles ist. Wird nicht auch diese Ebene durch gezieltes Veränderungsmanagement angesprochen, bleibt die Strategieumsetzung ein zähes Unterfangen.

Ein Kunde fragte mich kürzlich nach Beispielen für Unternehmen, die wegen gemeinsamer Werte und starker Identität erfolgreich und langlebig sind. Ich musste passen. Erfolg und Beständigkeit lassen sich nicht monokausal an bestimmte Arbeitsthemen knüpfen. Es ist eher das Zusammenspiel von der Agilität des Unternehmens, sich an Umfeldveränderungen anzupassen, einer disziplinierten finanziellen Steuerung, Gestaltungsspielräumen für die Dynamik einer lernenden Organisation sowie, in der Tat, Werten und Identität. Das ist der Grund, warum man Werte und Kultur in Veränderungsprozessen nicht ausser Acht lassen kann.

Veränderungsmanagement in diesem Sinne ist nicht nur die planvolle, gesteuerte Arbeit an Prozessen, Strukturen, Fragen der Organisation, des Personalmanagements, der Führung und Kommunikation. Es ist auch die Arbeit an Formen der Zusammenarbeit, Arten des Lernens und Arbeitsmethoden, die zum Erfolg führen. Um mit Edgar H. Schein zu schliessen: «Man muss also die Unternehmenskultur ernst nehmen, weil sich ihre Auswirkungen antizipieren lassen und man entscheiden kann, ob man sie will oder nicht. »

Autor: Linda Pütter
13.10.2011 | Alle Blogs | Linda Pütter | Neuer Kommentar

ATC Alerion Trainingscenter nun auch auf Facebook

Hallo

..endlich ist es soweit und unser Trainingscenter ist auch auf Facebook. Mit neuen Informationen und Angaben zu unseren Seminarleitern, Daten etc.

Schau vorbei, informiere Dich und schreib uns Deinen Kommentar unter http://facebook.com/atc.aleriontrainingscenter

Wir freuen uns auf Deinen Besuch.

Herbstliche Grüsse
Eure Ivanka

Autor: Ivanka Strbac
06.10.2011 | Alle Blogs | Ivanka Strbac | Neuer Kommentar